top of page
  • Black Facebook Icon
  • Black Instagram Icon

Führen mit Vertrauen – nicht mit Kontrolle

Im Autohaus ist nichts statisch. Kunden wechseln, Prioritäten verschieben sich, Entscheidungen entstehen unter Zeitdruck. In diesem Umfeld zeigt sich Führung nicht in Anwesenheit oder Kontrolle, sondern in der Frage: Traue ich meinem Team zu, selbständig zu handeln oder halte ich es in der Absicherungsschleife?

Kontrolle erzeugt Ordnung. Vertrauen erzeugt Verantwortung und Verantwortung ist die knappste Ressource im Autohausalltag.

Kontrolle schafft Anpassung. Vertrauen schafft Beteiligung.

1. Vertrauen ist keine Maßnahme – es ist Selbstführung

Viele Führungskräfte wünschen sich engagierte, mitdenkende Mitarbeitende. Gleichzeitig behalten sie Entscheidungen, Freigaben und Bewertungen eng bei sich.

Das ist kein Führungsstil. Das ist Unsicherheit im Management-Gewand.

Vertrauen beginnt nicht beim Team, sondern bei der eigenen inneren Stabilität. Wer sich selbst permanent hinterfragt, kompensiert oft durch Kontrolle.Nicht aus Machtstreben sondern aus Angst vor Fehlern, Gesichtsverlust oder Kontrollverlust.

Doch Mitarbeitende spüren das sofort und sie passen sich an. Nicht aus Überzeugung, sondern aus Vorsicht.


2. Kontrolle ist kein Qualitätsinstrument

Natürlich braucht jedes Autohaus Standards, Prozesse und klare Leitplanken. Aber Kontrolle wird problematisch, wenn sie Verhalten ersetzt. Wo jede Entscheidung abgesegnet werden muss, entsteht kein Qualitätsbewusstsein, sondern Absicherung. Menschen lernen dort nicht, Verantwortung zu übernehmen sondern Risiken zu vermeiden.


Typische Symptome:

  • Entscheidungen werden nach oben delegiert

  • Initiative wird zur Ausnahme

  • Fehler werden kaschiert statt genutzt


Das Ergebnis wirkt ruhig ist aber teuer. Denn Führung, die alles prüft, trägt am Ende alles selbst.


3. Vertrauen ist tägliche Führungsarbeit

Vertrauen ist kein Charakterzug. Es ist ein bewusstes, wiederholbares Führungsverhalten.


Fünf Prinzipien machen es konkret:

  1. Klarheit – Erwartungen sind eindeutig, Spielräume benannt.

  2. Transparenz – Entscheidungen werden nachvollziehbar gemacht, nicht verteidigt.

  3. Verlässlichkeit – Zusagen gelten, auch wenn es unbequem wird.

  4. Fehlerfähigkeit – Irrtümer werden ausgewertet, nicht personalisiert.

  5. Zutrauen – Verantwortung wird gegeben, bevor sie eingefordert wird.


Wer diese Prinzipien lebt, braucht weniger Kontrolle – nicht mehr.


4. Alltag entscheidet, nicht Leitbild

Ein Servicemitarbeiter entscheidet selbständig, einem langjährigen Kunden einen Ersatzwagen bereitzustellen. Ohne Rücksprache. Aus Kulanz.

Die klassische Reaktion:„Das hättest du vorher abklären müssen.“

Die wirksame Frage:„Was war dein Gedanke dahinter?“

Die Antwort ist nachvollziehbar: Kundenhistorie, Reparaturumfang, Beziehungspflege. Die Führungskraft reagiert klar – nicht nachträglich kontrollierend, sondern einordnend:

„Gute Entscheidung. Sag mir künftig kurz Bescheid, damit wir es sauber verbuchen.“


Ergebnis:

  • Der Mitarbeiter denkt weiter mit

  • Die Entscheidung bleibt nachvollziehbar

  • Das Vertrauen wächst – auf beiden Seiten


Vertrauen bedeutet nicht Beliebigkeit. Es bedeutet gemeinsame Verantwortung.


5. Selbstcheck statt Übung

Wenn du ehrlich hinschaust, erkennst du schnell, wo Kontrolle Gewohnheit geworden ist.


Frag dich:

  • Wem in meinem Team vertraue ich wirklick und warum?

  • Wo greife ich ein, obwohl es nicht nötig wäre?

  • Welche Entscheidung könnte ich bewusst abgeben?

Nicht alles auf einmal.Eine Situation reicht.


Führung verändert sich nicht durch Konzepte, sondern durch Verhalten.


Vertrauen spart Führungskraft

Kontrolle bindet Aufmerksamkeit.Vertrauen setzt sie frei.

Nicht für Romantik – sondern für das Wesentliche:Orientierung, Entwicklung, Klarheit.

Menschen wollen nicht permanent gesteuert werden.Sie wollen spüren, dass ihr Beitrag zählt.

Führung heißt nicht, alles im Griff zu haben.Führung heißt, anderen zuzutrauen, dass sie Verantwortung tragen können.


Einladung zur Weiterarbeit

Wenn du Vertrauen im Autohaus nicht nur fordern, sondern strukturiert verankern willst, findest du in meiner Ideenwerkstatt Trainings- und Reflexionsformate für Führungskräfte, die Verantwortung ermöglichen, ohne Qualität zu verlieren.

Nicht mehr Kontrolle.Sondern bessere Führung.


Leading with Trust, Not Control


Nothing in a dealership is static. Customers change. Priorities shift. Decisions are made under pressure.In this environment, leadership is not defined by presence or control, but by one central question:Do I trust my team to act independently, or do I keep them locked in constant reassurance loops?

Control creates order. Trust creates responsibility

And responsibility is the scarcest resource in everyday dealership operations.

Control creates compliance.Trust creates involvement.


1. Trust Is Not a Tool. It Is Self-Leadership

Many leaders want committed, proactive employees.At the same time, they keep decisions, approvals, and evaluations tightly in their own hands. That is not a leadership style.It is insecurity disguised as management. Trust does not start with the team. It starts with the leader’s inner stability.Those who constantly question themselves often compensate with control.Not out of a desire for power, but out of fear of mistakes, loss of face, or loss of control. Employees sense this immediately.And they adapt. Not out of conviction, but out of caution.


2. Control Is Not a Quality Instrument

Of course, every dealership needs standards, processes, and clear guidelines.But control becomes a problem when it replaces judgment. Where every decision requires approval, quality awareness does not develop.What develops instead is risk avoidance.

People do not learn to take responsibility.They learn to protect themselves.


Typical symptoms include:

  • Decisions are escalated upward

  • Initiative becomes the exception

  • Mistakes are concealed instead of used


The result appears calm.But it is expensive. Because leadership that checks everything ends up carrying everything alone.


3. Trust Is Daily Leadership Work

Trust is not a personality trait.It is a conscious, repeatable leadership behavior.

Five principles make it tangible:


  1. Clarity Expectations are explicit. Decision-making space is defined.

  2. Transparency Decisions are made understandable, not defended.

  3. Reliability Commitments are honored, even when it is inconvenient.

  4. Ability to deal with mistakes Errors are analyzed, not personalized.

  5. Confidence in others Responsibility is given before it is demanded.


Leaders who live these principles need less control, not more.


4. Daily Practice Matters More Than Any Mission Statement

A service advisor independently decides to provide a replacement vehicle to a long-standing customer.No prior approval. A goodwill decision. The classic reaction would be: “You should have cleared that with me first.” The effective question is:“What was your reasoning?”

The explanation is sound. Customer history. Scope of repair. Relationship management.The leader responds clearly. Not by retroactive control, but by contextualizing the decision: “Good decision. Just give me a short heads-up next time so we can book it properly.”


The result:

  • The employee continues to think independently

  • The decision remains transparent

  • Trust grows on both sides


Trust does not mean arbitrariness.It means shared responsibility.


5. Self-Reflection Instead of Exercises

If you look honestly, you will quickly see where control has become a habit.


Ask yourself:

  • Whom do I genuinely trust on my team, and why?

  • Where do I intervene even though it is not necessary?

  • Which decision could I consciously let go of?


Not everything at once.One situation is enough. Leadership does not change through concepts.It changes through behavior.


Trust Saves Leadership Capacity

Control consumes attention.Trust frees it. Not for idealism, but for what truly matters:orientation, development, and clarity. People do not want to be constantly managed.They want to feel that their contribution matters. Leadership does not mean having everything under control.Leadership means trusting others to carry responsibility.


Invitation to Continue the Work

If you want to establish trust as a leadership principle in your dealership, not just demand it, you will find structured training and reflection formats for leaders in my Ideas Workshop.They enable responsibility without sacrificing quality. Not more control. Better leadership.

 
 
 

Kommentare


bottom of page